Die “Dicken” müssen rauf…Portal Teil 6

“So langsam nähern wir uns”, so lässt sich das wohl am besten ausdrücken. Heute ging es daran, die beiden “Doppelpakete”, bestehend aus jeweils zwei UPQ-1P, links und rechts im Portal zu installieren.

Die Vorarbeit ist ja bereits gemacht, die Hülsen eingesetzt – die Motoren wurden noch einmal leicht versetzt und ausgerichtet – sowie eine Schelle gegen verdrehen der Boxen in der Endposition hergestellt. Dann wurden zunächst die absoluten Endpositionen bzw. Endschalter der Kettenzüge eingestellt, damit man nicht weiter als bis zu einem bestimmten Punkt fahren kann, um Beschädigungen zu vermeiden.

DSCN0593 DSCN0592DSCN0596Anschliessend wurden die Boxen und die “monströsen” Halter auf die Bühen gebracht. Diese bestehen aus einem Doppel-T-Träger mit Bohrungen um die beiden Boxen daran zu befestigen, einem 3 Meter langen Rohr und an dessen Ende aus der Aufhängung zur Befestigung der Kette daran. Diese Befestigung ist der “maschinenbautechnische” Trick an der Sache. Dank unseres Kollegen Uli Schneider von der Haustechnik, konnten wir auf dessen Fähigkeiten zurückgreifen und er hat uns diese Kettenaufnahme gebaut: ein Kegel aus Vollmaterial (Stahl) wurde gedreht, dann aufgeschnitten und in beide Hälften des Kegels Aussparungen eingefräst, die exakt mehrer Kettenglieder aufnehmen können. Dann wird die Kegelhälfte, geführt durch einen Stahlsplint wieder aufgesetzt und mit einem Innensechskant verschraubt. Damit tritt die Kette exakt aus dem Kegel oben aus und so ist die Gefahr auch relativ gering, das die Stange oben am Stuck hängen bleibt. Vielmehr bewirkt die Kegelform und die geweitete Hülse in der Decke, das sich das Rohr beim Heben des Zuges elegant und ‘geschmeidig” in das Rohr einfädelt und so Beschädigungen vermieden werden können.

Was die T-Träger-Konstruktion betrifft, so muss natürlich auch noch mal ausdrücklich unsere Schlosserabteilung erwähnt werden, die tolle Arbeit geleistet hat!

Zusätzlich ist durch das Rohr noch ein Stahlseil gezogen, welches in der Endposition oben im Dach als zusätzliche Sicherung dient und unten den Doppel-T-Träger noch sichert. Die Boxen sind ebenfalls noch einmal am Träger gesichert.

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DSCN0620Sehr schön sieht man auf diesem Bild auch die ausgefuchste Kontruktion der Anschlüsse. Es musste eine Lösung gefunden werden, wie man die Boxen, wenn sie in luftiger Höhe hängen, denn dann mit Netz und Audio versorgt bzw. man diese dann ansteckt? Das wurde von Walter exzellent gelöst, indem ein Teil des Rohres ausgefräst wurde und eine Stahlplatte mit den entsprechenden Anschlüssen versenkt wieder eingeschweisst wurde (ok, geschweisst haben es die Schlosser, erdacht hat es mein Kollege Walter). Die Kabel verlaufen im Rohr und treten unten am Träger aus, wo sie dann bequem aufgesteckt werden können. Die ganze Konstruktion geht also fertig verkabelt auf den Weg zur Decke.

Nun wurde die Konstruktion angehoben. DSCN0621Man kann sehr schön den stolzen Erbauer erkennen….aber auch die unten austretenden Anschusskabel…! 😉

Nächster Schritt war anschrauben und sichern der beiden Boxen, grobes ausrichten der inneren Box auf Parkett und den ersten Rang.

Das ganze sah dann so aus:

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Natürlich mussten vorher im Dach die notwendigen Arbeiten ebenfalls abgeschlossen werden. Dazu wurde die Kettenführung neu positioniert, die Kettenaufnahme (ein Plastiktrog für die Kette) fixiert, die Schelle für die Stange zur Fixierung und Ausrichtung der Boxen angebracht, sowie entsprechend Platz geschaffen, das die Stange durch die Decke bis vor die Holzrückwand gezogen werden kann. Dann wird die Schelle zugeklappt, die Stange so lange verdreht, bis die Boxen parallel zum Portal ausgerichtet sind. Anschliessend wird die Schelle fixiert, die Zuleitungskabel werden angesteckt und die ganze Konstruktion mittels Stahlseil noch gesichert.

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Und dann ging es nach oben mit der Konstruktion (die Traverse ist übrigens nicht von uns und nicht für uns und soll ja eigentlich ersetzt werden durch unsere Konstruktion, sie hing aber zufällig für eine andere Veranstaltung…)!

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Ein erster Test konnte auch druchgeführt werden: es “spielt” alles und bei mehr Licht (es war sehr dunkel, wie immer wenn man nach 0 Uhr auf der Bühne arbeitet) gibt es dann später noch einmal bessere Bilder.

Gegen kurz nach 5 Uhr waren wir dann soweit und fertig.

Resume: Eine erfolgreiche und spannende Nachtschicht! 😉

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