Vordach marode…

Als uns am Eingang des Hauses ein etwas aufgequollenes Brett auffiel und ich in den Ferien nun doch mal Zeit hatte, mir das anzusehen, stellte sich nach einem Drucktest auf das Brett und dem angrenzenden Balken heraus: es ist morsch! Das hiess: das müssen wir uns mal genauer ansehen und öffnen um herauszufinden, in wie weit man da etwas unternehmen muss…im Zweifel das Brett tauschen sollte? Also wurde das Brett geöffnet und das “Unheil” nahm seinen Lauf…! 😀

image1Der Querbalken war komplett weg, die Bretter wie man sieht zur Hälfte weggefault. Warum das Vordach, welches vorne an der Kante sogar einen aufgemauerten Sims hat, überhaupt noch hielt, liess sich im Moment nicht ergründen und grenzt an eine Wunder, deshalb wurde als Notmaßnahme das ganze erst einmal provisorisch mit einem Kantholz gestützt.

 

IMG_1848Jetzt war guter Rat teuer, aber es war klar das da etwas gemacht werden muss, bevor es herunterbricht. Nach Rücksprache mit Walter war klar, das es auf jeden Fall zeitnah repariert werden muss. Vielleicht ließe sich ja der Hauptteil des Dachs erhalten, aber das musste erst ergründet werden.

Dank Hilfe von ihm und Andi wurde dann ein Termin ausgemacht, an dem wir das Dach öffnen und mit dem ersten Teil, der Sanierung bzw. dem Abriß beginnen.

Dann war es soweit, Phas 1, die Platten wurden heruntergenommen und entsorgt, sowie die alte Dachpappe entfernt. Die Balken und die Bretter auf dem Windfang selbst waren noch in sehr gutem Zustand, in so weit war da schon mal Entwarnung gegeben. Allerdings war auch klar, das vorne jahrelang das Wasser in/auf die Bretter und an den beiden vorderen Balken hineinlief und so das ganze nun völlig zerstört war.  Verwunderlich war immer noch, wieso das ganze noch immer so stabil hielt, doch das klärte sich dand, als wir begannen, den Sims mit dem Bohrhammer zu entfernen. Dies erwies sich als sehr schwierig, da das ganze aus grobem Beton zusammengebastelt war und auf die Bretter inkl. Dapappe damals gegossen wurde. Vorsicht war gegeben bei der Entferneng, das die schweren Brocken nicht herabfielen und evtl. die unteren Marmorbänke zerstören!

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Zuletzt war dann aber der Sims doch komplett weg, die Bretter vorne abgesägt und der zweite marode Balken entfernt.

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….Dann noch der vordere überstehende marode Rest des Tragbalkens abgesägt, die Verkleidung an der Regenrinne abgenommen und die Baustelle erst mal abgedichtet, denn es sollte die Tage regnen und das neue Baumaterial musste ja auch erst besorgt werden.

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IMG_1905Dann ging es in den Baumarkt und der erst Schwung Material wurde eingekauft. Ein neuer Auflagebalken (10cmx10cm) wurde benötigt, drei neue Sparren (8cmx10cm), neue Bretter, Dachpappe, Dachlatten, neue Regenrinnen inkl. Befestigungsmaterial, ein bisschen Zement usw. Das ganze passte erstaunlicherweise auf einen Einkaufswagen und zum Glück auch in den Hänger!

Einige Tage später dann ging es in die Phase 2, den Wiederaufbau des Vordaches…denn nach den ersten Regengüsen stellte sich schnell heraus, das “ohne” ganz schlecht ist und man es doch sehr vermisst hat!

IMG_1922Da der Auflagebalken auf der Aussenseite nicht entfern (bzw. ersetzt) werden konnt, ohne das komplette Dach abzubauen, machte Walter den Vorschlag, den neuen Balk auf den alten Balken anzusetzen und entsprechend überstehen zu lassen. Dazu mussten die vorhandenen Sparren zunächst mit einem Kurzen Schablonenmuster ausgespart werden. Das ganze wurde komplett bis zum Anbau durchführt, dann wurde der Balken eingeschoben und mit Schrauben an dem alten Balken befestigt.

Ein alter Parren diente als Muster für die drei neuen Sparren und wurden dann “kunstvoll” mit der Motorsäge zurechtgeschnitten. Hier das Ergebnis des ganzen in voller Pracht:

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Das überstehende Stück Tragbalken wurde dannnoch abgesägt und es ging an die Montage der Regenrinnenhalter. Anschliessen wurde eine Abschlussbrett vorne angenagelt und die Dachfläche mit neuen Brettern wieder geschlossen. So langsam nahm das ganze also dann doch Gestalt an!

Um nicht wieder die Folie aufnageln zu müssen und obwohl die Zeit sehr knapp war (ich musste noch zum Spätdienst), begannen wir, noch die Folie aufzuschweissen. Nach einiger Verwirrung mussten es dann doch 3 Bahnen werden, aber das Dach war damit jetzt schon mal dicht! Hier ein Foto vom soweit fertigen Endprodukt dieses Tages! Es wurde sogar noch, dank weiser Voraussicht von Walter, ein Stück Kabel an die vorhandene Flurbeleuchtung mittels Abzweigdose angeklemmt, um in die noch fehlende innere Vordachverkleidung evtl. Deckenfluter einzubauen und anzuschliessen zu können.

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In Phase 3 habe ich mich dann noch mal der untersten Dachchicht gewidmet. Da wir im ersten Schritt die Dachpape nur auf Stoss an die Hauswand gelegt hatten, habe ich dann in filigraner Handarbeit einen schmalen Schweissbahnstreifen überlappend mit Hauswand und Dachfläche in die Kante geschweisst. IMG_1939

Anschliessen wurde die Wandabschlussleiste montiert….die jedoch noch einmal überarbeitet werden muss, denn der ‘Chef-Handwerker’ Walter meinte nach einem kurzen Blick auf das Bild das ich ihm davon schickte: “…Das sind doch keine rostfreien Scheiben und Schraube, das rostet dir und gibt hässliche Rostspuren!”. Also werden die Schrauben und Scheiben noch ersetzt, was dann auch heute passiert ist und gleich besser aussieht.  Die obere Kante und Anschlüsse wurden schon mal mit Acryl soweit abgedichtet, es folgt ja aber noch die Ausbesserung der Wand mit Zement/Putz zusätzlich.

Phase 4 wird dann die Verkleidung aussen und im Vordachbereich über dem Eingang….demnächst dann hier zu lesen….! 😀

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