Neue Wetterstation…

Nachdem der Windsensor meiner alten Station immer wieder ausfällt und mir das Thema Wetter so viel Spass macht, habe ich mich nach über einem Jahr “überlegen” nun doch für eine neue Wetterstation entschieden. Gerne hätte ich die volle Ausbaustufe genommen (inkl. UV- und Solarsensor), aber beim Budget sind dann doch am Ende Grenzen einzuhalten…! 😀

Nach Rückkehr aus einem wunderbaren Kurzurlaub mit meiner Freundin wartete die Station schon darauf, ausgepackt und für einen Testaufbau in Betrieb genommen zu werden. Links steht das Display, davor die Sendeeinheit für den Windmesser (mitte) und rechts die Station mit Regensmesser, Aktivbelüftung, Temperatur, Feuchte- und Luftdrucksensor.

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Ein erster Test verlief erfolgreich: die Station sendet Daten, der Windmesser ebenfalls. Alle Werte erscheinen auf dem Display. So stand der Montage nichts mehr im Wege.

Leider erwies sich das nicht so einfach. Die Station muss genaus in Waage stehen, damit der Regenmesser funktioniert. Ich dachte als einfach Lösung, einen Erdspiess in den Boden zu treiben, darauf einen massiven Holzpfahl an den die Station angeschraubt wird. Das hineintreiben erwies sich leider als nicht die optimale Idee, da der Boden im Taunus bei dem 90 cm Erdspieess bei ca 75 cm die weitere Aufnahme verweigerte…! 😀 Ziemlich ratlos und nachdem die Einschlaghilfe zum einstecken in den Pfahl (auf den mit einem Vorschlaghammer eingeschlagen wurde) schliesslich zerbrach, bevor der Spiess in Endposition war, steht der Spiess nun 15cm über der Grasnarbe. 🙁 Trotzdem, der Balken wurde eingesteckt und in Waage montiert, die Station angeschraubt und das ganze ist erstaunlich stabil….aber leider schwingt es sich bei Wind leicht auf (um die Hochachse). Als Idee habe ich vor, den freistehenden Bereich rund einzuschalen und mit Beton aufzufüllen, was das Schwingen beseitigen soll..!? Aber dazu muss ich noch mal den “Meister” befragen…! 😉

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Hier noch mal nachfolgend die Station aus der Nähe: oben der Regenmesser mit Vogelschutz, unten das Bestrahlungsschild um das Aufheizen des Sensors durch Sonnenlicht zu verhindern. Das verfälscht natürlich die Messwerte (z. B. ist dann die angeizgte Temperatur zu hoch), deshalb hat die Station eine 24h Aktivbelüftung (eingebaute, wechselbare Akkus mit Solarzelle (die untere), um einen kontinuierlichen Luftstrom an den Sensoren zu gewährleisten. Darüber die kleine weisse “Kiste” mit der Antenne ist die Sendeeinheit der Station, die ebenfalls solargepuffert ist und die Messwerte an das Anzeigepanel im Haus sendet.

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Am nächsten Tag ging es dann an den Windmesser. Dieser sollte abgesetzt werden und möglichst seinen Platz an dem vorhanden Mast der Satellittenantenne oben am Dachgiebel finden. Da die Bügel zur Befestigung am Mast sehr knapp bemessen waren und ich gerne das Anemometer mit etwas Abstand montieren wollte, wurde nach einer Lösung gesucht. Gefunden habe ich nach einigem suchen im Baumarkt einen verzinkten U-Bügel zum stapeln von Holz, den ich dann einfach entsprechend zersägt habe. Daran (an dem jetzt “J-förmigen” Stahlrohr) wurde der Windmesser an dem einen Ende und am anderen Ende die Haltbügel für die Mastmontage angebracht. Das ganze wurde am Mast montiert, die Kabel nach unten verlegt und an die Sendestation angeschlossen. Diese selbst wurde am unteren Ende des Antennenmastes anmontiert.

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Zum Abschluss noch mal das Bild von beiden Stationen…noch laufen beide im Parallelbetrieb.

IMG_1823_CLEANDie neue Vantage Pro 2 ist noch nicht verantwortlich für die Werte der Webseite und muss sich noch ein paar Tage bewähren. Auch muss geschaut werden, ob sich durch den Windmesser nicht die Empfangsqualität der NOAA-Antenne verschlechtert hat!?

Die nächsten Schritte sind die Fixierung des Holzbalkens, Einbau des Datenloggers in die Konsole mit Funktionstest und der dann anschliessende Umstieg der Wetterwebseite (weewx) auf die neue Station. Cielleicht dann auch in dem Zuge der eventuelle Umstieg von SQLITE auf MYSQL als Datenbank für die Messwerte.

 

Es bleibt spannend….! 😉

Update 19.08.2015: Nach einem Tipp vom “Meister” habe ich jetzt einen kleinen Pflanzring und “Ruck-Zuck”-Beton besorgt. Die Grasnarbe wurde um den Pfeiler abgestochen, der Pflanzring positioniert, der Schnellzement eingstreut und dann einfach mit Wasser übergossen.

Achtung: Ruck-Zuck heisst auch Ruck-Zuck! 😀 Innerhalb 5 min war das ganze fest, der Pfeiler konnte wieder montiert werden und jetzt ist das ganze wirklich ganz stabil! 🙂

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Update 19.08.2015, 15:46 Uhr: Ab sofort werden die Daten der Wetterseite “wetter.hcpeters.de” jetzt von der neuen Davis Vantage Pro 2 gespeist. Intervall ist 60sec, d.h. die Daten werden alle 60sec auf der Seite aktualisiert. Ich hoffe sie hält sehr lange und bringt genauere Daten als der Vorgänger (WH1080), die sich aber (bis auf den öfter ausfallenden Windsensor) doch auch ganz gut geschlagen hat!

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